Sorgenfrei leben

ubuntu estland sorgenfrei leben

Den Fokus unseres Wirkens einzig auf die Sicherung unserer Existenz zu legen, ist ein Modell, das die Menschheit in ihrer Einzigartigkeit nicht wirklich glücklich gemacht hat und auch in Zukunft nicht weiter bringen kann.

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Dank unserer allgegenwärtigen Alltagssorgen um unser „nacktes Überleben“ hat ein Grossteil der Menschheit verlernt, was es heisst, ein Mensch zu sein. „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ – so wird es uns eigentlich in der Jugend beigebracht. Nur damit wir dann später als Erwachsene nicht für unser Leben, sondern für das blosse Überleben arbeiten sollen? Immer mit der Aussicht auf mehr Geld und damit angeblich mehr Zeit, falls wir mehr schuften und eine Karriereleiter erklimmen, die – ähnlich wie ein Schneeballsystem – doch gar nicht für die Mehrheit der Menschen funktionieren kann?

Nein. Das kann es nicht sein.
„Sorgenfrei Leben“ heisst vielmehr, zunächst durch klugen, auch disziplinierten Einsatz der eigenen Leistungsfähigkeit und der in uns wohnenden Talente einerseits das Überleben sicher zu stellen, andererseits danach aber noch genügend Zeit und Kraft zur Verfügung zu haben, um weitere wertvolle Aspekte des Mensch Seins mit Leben zu erfüllen, beispielsweise:

  • Nachhaltiges Kümmern um unsere wertvollsten Früchte:
    Die Kinder
  • Das Schaffen von Schönem. Von Kunst, Kultur, Musik… .
  • Die Verwirklichung von Träumen
  • Tiefe, ehrliche Pflege unserer physischen und psychischen Gesundheit
  • Erlangen und Weitergabe von innerer Ruhe und echtem Frieden
  • (…)

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Die tagtägliche, gerne sehr negative Beschäftigung mit dem „Kampf um die Fleischtöpfe“, mit Konkurrenzkampf, Misstrauen, Geldsorgen und einer Gesellschaft im Allgemeinen, der unsere individuellen Bedürfnisse herzlich egal zu sein scheinen, hat uns von vielen menschlichen Grundwerten meilenweit entfernt. Unseren Frust darüber ertränken wir gerne in Schein-Freuden wie übermässigen Konsum von Nahrung, Drogen, Wohlstand. Wir zeigen uns und dem Nachbarn, dass es uns gut geht. Und bezahlen doch einen hohen Preis für diese Lebenslüge aus technischem Schnickschnack und Schmerztabletten: Unsere Seele, unser Körper und unsere Nachkommen befinden sich in einem erbärmliche Zustand. Tief in uns wissen wir alle dies. Dazu gehört keine überragende Intelligenz.

Die Antwort auf diese Schieflage ruht in uns allen: Ein Leben frei von reiner Existenzangst und mit genügend Zeit für Frei-Zeit.

Wir leben nicht im Schlaraffenland. Glücklicherweise! Und es gehören  selbstverständlich Disziplin und Eigeninitiative dazu, ein Niveau an Sorgenfreiheit zu erreichen, das uns freier atmen, denken und handeln lässt.

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Sorgenfrei Lesen? Gar regelmässig? 😀

Die „Angstindustrie“ lebt von unseren Ängsten. Wir schliessen Versicherungen ab. Ewiges „Wirtschaftswachstum“ ist nur dadurch zu erreichen, dass wir konsumieren, und dass die Konsumgüter regelmässig kaputt gehen oder durch das neuere, bessere, modernere Pendant ausgetauscht werden. Die Wirtschaft wiederum lebt davon, dass wir das Geld für all dies erarbeiten, sie profitiert von unserer Abhängigkeit.

Die für das hier beschriebene Leben in weniger Sorge notwendige Disziplin bedeutet also, sich von jenen Abhängigkeiten und Ängsten schrittweise zu befreien. Hierzu ist nur ein simpler erster Schritt notwendig, nämlich die Überprüfung der eigenen Prioritäten:

  • Bin ich glücklich im Job oder ist er nur Mittel zum Zweck?
  • Möchte ich gerne mehr Zeit mit meiner Familie verbringen?
  • Meine Kinder heranwachsen sehen?
  • Eine Krankheit wirklich auskurieren anstatt sie mit der schnellen Tablette zu unterdrücken…?
  • Was möchte ich wirklich?
  • Worauf kommt es mir im Leben an?
  • Möchte ich wirklich „nur“ das Überleben meiner Familie, meiner Kinder sichern?

In dem Moment, in dem derartige Fragen und die eigenen inneren Antworten darauf den Sinn einer überwiegend materiell ausgerichteten Existenz in Frage stellen, kann ein Anfang gemacht sein. Können sich die persönlichen Prioritäten in Richtung eines Lebens verschieben, das stärker von eigenen profunden Werten geprägt ist als von den Ängsten um Sicherheit und der andauernden Gier nach neuen, oberflächlichen Reizen.

„Sorgenfrei Leben“ in diesem Zusammenhang bedeutet dann, Existenzängste und Leistungsdruck hinter sich zu lassen. Zeit für Werte zu haben, die man in sich trägt, aber mehr oder weniger absichtlich in den Hintergrund gestellt hat.

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Gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Kindern etwas beibringen und von ihrer Unbekümmertheit lernen

Unser Projekt macht mehrere Schritte in diese Richtung. Selbstverwirklichung bedeutet bei uns mehr als nur die tägliche Arbeit für Lohn und Brot. Menschliches Miteinander und das Teilen von Ressourcen bedeutet weniger Angst vor (finanzieller) Not für den Einzelnen. Verzicht auf übermässigen Konsum und auf Selbstbestätigung durch den Erwerb von Luxusgütern bedeutet weniger Leistungsdruck und mehr Raum für die Entfaltung schlummernder Talente.

> Selbstversorgung und Produktion >

Gemeinschaftsbildung in Berlin und Brandenburg

Info zu Estland Projekt

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